Der Bund Naturschutz in Würzburg wehrt sich gegen Ideen zur umfangreichen künstlichen Bewässerung der Bergtheimer Mulde. Eine noch unveröffentlichte Machbarkeitsstudie schlage dazu vier Speicherbecken mit einer Gesamtgröße von 300.000 Kubikmetern vor, das ist 100-mal der Inhalt eines 50 Meter Schwimmbeckens. Gefüllt werden sollen die Becken mit Mainwasser, das über eine acht Kilometer lange Pipeline angeliefert wird.
Alleine die Kosten dafür seien immens hoch, so der Bund Naturschutz, erst in 50 Jahren solle sich das Projekt refinanziert haben. Für viele, weniger finanzstarke Landwirte könne das schlicht das Aus bedeuten.
Zudem schaffe man eine Abhängigkeit vom Main, ohne zu wissen, ob dort langfristig die Entnahme der benötigten Wassermengen überhaupt möglich sein wird. Denn auch andere Betriebe aus Landwirtschaft und Weinbau, aber auch Industrie und Kommunen denken immer mehr über eine Mainwasser-Entnahme nach.
Statt Millionensumme für die künstliche Bewässerung auszugeben, fordert der Bund Naturschutz unter anderem mehr Maßnahmen, um die Bodenfeuchte zu erhalten, beispielsweise indem Hecken gepflanzt werden oder durch regulierbare Drainagesysteme. Auch eine Umstellung auf Früchte oder Gemüse, die besser mit trockenen Bedingungen klarkomme, wäre eine Maßnahme.


