Der Messerangreifer vom Würzburger Hauptbahnhof ist durch Suizid ums Leben gekommen. Was bereits vermutet worden war, hat nun auch die Obduktion des 35-Jährigen bestätigt.
Die Justiz prüft nun, ob im Gefängnis Pflichtverletzungen im Umgang mit dem Mann vorlagen – das ist allerdings eine übliche Vorgehensweise nach dem Tod eines Häftlings.
Bei seiner Unterbringung und mehreren psychiatrischen Begutachtungen war keine akute Suizidgefahr bei dem Afghanen festgestellt worden. Wie inzwischen bekannt wurde, war er aber bereits mehrfach in psychiatrischer Behandlung.
Das Motiv des Mannes, warum er drei Zeugen Jehovas an einem Infostand angegriffen und leicht verletzt hatte, bleibt unklar.
Normalerweise berichten wir nicht über Suizidfälle. In diesem Fall gibt es jedoch ein großes öffentliches Interesse. Wer sich selbst in einer psychischen Notsituation befindet, findet Hilfe kostenlos und rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.


