??Sie nehmen wegen Überlastung keine neuen Patienten mehr auf oder müssen ihre Praxis schließen, weil es keine Nachfolger gibt – Hausärzte sind in der Region absolute Mangelware.   ?Abhilfe soll das Pilotprojekt HÄPPI des Bayerischen Hausärzteverband schaffen. Neun Hausarztpraxen im Freistaat haben daran teilgenommen, darunter auch eine Praxis aus Würzburg.   ?Ziel war es, die Arbeiten in den Praxen neu zu organisieren und besser zu verteilen. Bedeutet: Ein Hausarzt bzw. eine Hausärztin kümmert sich vor allem um komplexe medizinische Fälle und wir dadurch entlastet, während qualifizierte nicht-ärztliche Fachkräfte andere Aufgaben übernehmen und beispielsweise einen grippalen Infekt selbstständig versorgen.    ?Außerdem sollten Prozesse in den Praxen digitalisiert und damit einfacher gestaltet werden. Mittlerweile ist die Pilotphase abgeschlossen und die Ergebnisse werden ausgewertet.   ?Zum Hintergrund  ?HÄPPI wurde vom bayerischen Gesundheitsministerium mit etwa 650.000 Euro unterstützt.   ?Der Handlungsdruck bleibt hoch: Rund 30 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte sind 60 oder älter und gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand.   ?Zwar rücken neue Mediziner nach, doch Bürokratie und Arbeitsbelastung machen den Beruf zunehmend unattraktiv. ?