Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter. Auch am Dienstag hat die Gewerkschaft Verdi erneut zahlreiche Beschäftigte in Würzburg aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Betroffen sind unter anderem die Universität, das Amts- und Landgericht sowie die Staatsanwaltschaft – am deutlichsten spürbar sind die Auswirkungen aber wohl erneut am Uniklinikum und beim Studierendenwerk. Ende Januar hatten bereits rund 250 Mitarbeitende an der Uniklinik gestreikt. Aufgerufen ist unter anderem das Pflegepersonal; Ärzte sind von dem Streik ausgenommen, da für sie ein anderer Tarifvertrag gilt. Planbare Operationen, Behandlungen und Sprechstunden müssen gegebenenfalls verschoben werden. Betroffene Patienten sollen informiert werden. Die Notfallversorgung bleibt jedoch gesichert – wer etwa einen Herzinfarkt erleidet oder bei einem Unfall verletzt wird, wird selbstverständlich behandelt. Auch Studierende müssen erneut auf leere Mensa-Teller vorbereitet sein: Wegen des Streiks beim Studierendenwerk bleiben die Speisepläne vorerst leer. Verdi fordert in den laufenden Tarifverhandlungen sieben Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 300 Euro monatlich.