Wegen mutmaßlicher Terrorpläne steht seit heute ein 28-jähriger Syrer aus Kolitzheim vor dem Landgericht München.

Mit Prozessbeginn hat der Angeklagte die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Er habe mit der Terrormiliz IS sympathisiert und Anleitungen zum Bombenbau aus dem Internet heruntergeladen – konkrete Anschlagspläne habe es aber nicht gegeben, so sein Anwalt.

Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass er nicht wisse, wie weit es gegangen wäre, wenn er nicht festgenommen worden wäre. Sein Motiv: Als seine Ehe in die Brüche ging, wollte er sich auf sozialen Medien ablenken – dabei sei er mit Frauen in Kontakt gekommen, die Sympathien für den IS hatten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, einen Anschlag auf einen belebten Ort vorbereitet zu haben. Ein Spezialkomando nahm den 28-Jährigen im Dezember 2024 fest. In seiner Wohnung in Kolitzheim wurden unter anderem explosives Material und Waffen gefunden.

Das Geständnis des jungen Mannes ist Teil eines sogenannten Deals von Staatsanwaltschaft und Verteidigung mit dem Gericht. Bei einem umfänglichen Geständnis stellte die Kammer dem Angeklagten eine Strafe von höchstens drei Jahren und vier Monaten in Aussicht.