Es könnte besser laufen - aber auch schlechter. So lässt sich die aktuelle Situation der rund 20.000 Handwerksbetriebe in der Region zusammen. Sorgen bereitet den Betrieben nach wie vor die wirtschaftliche Lage, so die Unterfränkische Handwerkskammer. Hohe Energiepreise, viel Bürokratie, globale Krisen und die zurückhaltende Kauflaune der Verbraucher setzen dem Handwerk weiter zu. Zwar sind Auftragslage und Auslastung stabil, von echtem Wachstum kann aber keine Rede sein. Gute Nachrichten gibt es dagegen vom Nachwuchs. Im Herbst haben etwas mehr junge Menschen eine Ausbildung angefangen als im Jahr zuvor - über 2.600 Lehrverträge wurden unterschrieben. Das ist ein leichtes Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei zeigt sich auch, wie wichtig Integration für das Handwerk ist. Inzwischen hat jeder fünfte Auszubildende einen ausländischen Hintergrund - ohne diese jungen Menschen würde es für viele Betriebe deutlich schwieriger aussehen, so die Handwerkskammer. Trotzdem fällt der Blick nach vorne eher verhalten aus. Für 2026 fordert das Handwerk vor allem schnelleres und entschlosseneres Handeln der Politik - etwa weniger Bürokratie, bezahlbare Energie und zügigere Genehmigungsverfahren.