??Seit einem Jahr können Menschen in der Region legal Cannabis konsumieren, besitzen und anbauen - zumindest in weiten Teilen. Denn am 01. April 2024 ist die Cannabis-Teillegalisierung in Kraft getreten.
?In ihrer Sicherheitsbilanz zieht die Polizei ein erstes Fazit. Dabei wird klar: Beim Handel, Schmuggel oder illegalen Anbau sind die Cannabis-Fälle in Unterfranken deutlich zurückgegangen. Demnach sind 2024 fast 3.500 Straftaten registriert worden, das sind fast 2.000 weniger als noch ein Jahr zuvor.
?Drogen-Fahrten nehmen zu
?Gleichzeitig haben aber die Fahrten unter Drogen wie Cannabis, Amphetamin oder Medikamenten deutlich zugenommen - So sind im vergangenen Jahr bei Routinekontrollen insgesamt über 2.200 solcher Fahrten aufgefallen. Sowohl im Auto als auch auf dem Fahrrad oder dem E-Scooter sind immer mehr Menschen unter Drogen unterwegs. Im Jahr davor waren es noch etwa 1.500 Fälle.
?Überraschend ist auch: Drogenfahrten treten mittlerweile häufiger auf als Alkoholfahrten, die lagen im letzten Jahr bei gut 1.850. Allerdings werden mit Alkohol mehr Unfälle gebaut - im Jahr 2024 waren es fast 500. Zum Vergleich: unter Drogen waren es 109.
?Polizei will mehr kontrollieren
?Als Konsequenz will die Polizei in diesem Jahr weiterhin verstärkt Verkehrskontrollen durchführen. Rücksichtlose Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen würden zu oft das Leben von anderen Menschen aufs Spiel setzen. ?